Philippinische Flechttechnik – Individuelles design – handgefertigt

Feye-Fahrradkörbe

Kunsthandwerk aus den Philippinen. Ästhetisch. Natürlich. Langlebig. Stabil. Hochwertige Materialeigenschaften, vereint mit traditionellem Know-how und modernem Design. Eine Gemeinschaftsarbeit über Landes- und andere Grenzen hinweg. Das Ergebnis: wetterfeste Naturprodukte, praktisch, geräumig und schön. Feye-Fahrradkörbe.


FEYE-Design

Michelle Ann Feye – das bin ich. Geboren auf den Philippinen, aufgewachsen in Deutschland, mit dem Herzen in beiden Kulturen. 

 

Als Filipina fühle ich mich verbunden mit den Menschen meines Wurzellandes, ihrer Lebensweise, ihrem Familiensinn, ihren Traditionen – und so auch ihrer großartigen Flechtkunst. Als „Ammerländer Deern“ und Wahl-Oldenburgerin schätze ich eine weitere Tradition – nämlich die, sich mit dem Fahrrad fortzubewegen. 

 

Auch ich bin leidenschaftliche Radfahrerin. Lange Zeit war ich auf der Suche nach einem Lastenkorb für „Elsa“, meinem 35 Jahre alten Gazelle-Fahrrad – so recht fündig wurde ich aber nicht. Dann, bei einem Familienbesuch auf der philippinischen Insel Panay, fielen mir die traditionellen Flechtkörbe ins Auge. Es begann eine intensive Lehrzeit bei den Frauen vor Ort – und eine herzliche Verbindung.

 

So entstand eine Brücke – und mit eigenem Design ein Produkt, das allen Seiten zu Gute kommt. Das war der Anfang der Feye-Fahrradkörbe. 

 

Michelle Feye, © Jörn Anders
© Jörn Anders


Aus Nito geflochtener Feye-Fahrrad-Korb von unten, © Michelle Feye
© Michelle Feye

Wunder aus DEr Natur

Nito zeichnet sich durch enorme Stabilität und eine natürliche Färbung aus. Lygodium circinatum, so der wissenschaftliche Name, ist eine tropische Rebe aus der Familie der Kletterfarne, die schnell nachwächst. Sie ist unter anderem in schwer zugänglichen Bergregionen im Süden der Philippinen beheimatet, wo sie in lichten, feuchten Wäldern wild wächst und von kundigen Einheimischen abgeholzt wird. Mit zunehmendem Alter verändert sich die natürliche Farbgebung der Stängel von grün über hell-, dann dunkelbraun bis schließlich schwarz. 

 

Die feine und zugleich kräftige Rebe wird nach der Ernte zunächst getrocknet, dann gespalten und zugeschnitten. Erst so kann sie zum Flechten verwendet werden.

 



FlechtKunst

Die Kunst des Flechtens entstammt der indigenen Tradition, die von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Es ist eine Tätigkeit, die sehr viel Zeit, Fingerspitzengefühl und Übung benötigt. Aus sperrigem Naturmaterial entsteht ein ebenmäßiges und kreatives Produkt. Die naturbelassene Rebe wird nach dem Zuschnitt kreisförmig von innen nach außen verarbeitet – ohne Webrahmen oder anderen Geräten. Jede Schlinge ist Handarbeit.

 

Die Körbe, die so entstehen, nutzen die Einheimischen zum Aufbewahren und Transportieren. Zugleich ist das Körbeflechten eine wichtige Einkommensquelle.

 

Für die Feye-Fahrradkörbe verwenden die Frauen außer Nito kein zusätzliches Material. Auf eine Verstärkung beispielsweise durch Metallfäden verzichten sie vollständig, weil sie in der Lage sind, geschickt mit großer Festigkeit zu flechten. Die Stabilität wird durch das feinmaschige Muster erreicht. Die Kombination von Material und handwerklichem Können macht die Feye-Fahrradkörbe so strapazierfähig und langlebig.

 

Philippinische Frau beim Flechten mit Nito, © Michelle Feye
© Michelle Feye


Das Feye-Team: philippinische Frauen, die Feye-Fahrradkörbe flechten, © xxxxxxxxxx
© Michelle Feye

Hand in Hand

Für die Feye-Fahrradkörbe arbeiten mehrere Familien auf den Philippinen eng zusammen. Es sind vor allem Frauen, die die Feye-Fahrradkörbe nach vorgegebenem Design per Hand flechten. Für sie stellt dies eine wertvolle Einkommensquelle dar.

 

Viele der Familien kenne ich persönlich. Meist arbeiten die Männer als Fischer oder Reisbauern, während die Frauen sich um zwei, fünf oder mehr Kinder sowie um Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern kümmern, die alle in einem Haushalt leben. Zusätzlich erledigen sie noch Flechtarbeiten.

Auch Männer flechten, wenn sie auf den Reisfeldern oder in der Fischerei keine Arbeit finden. 

 

Die meisten meiner Partner leben in einfachen Verhältnissen, zum Teil in materieller Armut und leben von der Hand im Mund. Die Einnahmen eines Tages reichen für nicht mehr als die grundlegenden Bedürfnisse wie Lebensmittel, Medikamente oder Schulmaterial.

 

Unsere Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein, um den Lebensunterhalt dieser Familien zu sichern. Es freut mich, wenn die Ergebnisse ihrer aufwendigen Handarbeit – auf die sie übrigens sehr stolz sind – auf unserer Seite der Erdkugel auf Interesse und Wertschätzung stoßen.